Sich mit gemein Meinenden gemein machen

Ob informiert oder nicht, jeder hat das Recht auf eine Meinung. Der Denkschwache darf nicht auch noch Meinungsschwächling sein, eine Auffassungsschwäche einer Auffassung nicht entgegen stehen. Die braucht keine Argumente, aber eine Minderheit, auf die sie abzielt: Migranten, Engagierte, Intelligente. Eine negative Anschauung resultiert aus der Augenscheinnahme des Gegenübers, was aber des Guten (!) zu viel ist, wenn Verständnis das Vorurteil zu zerstören droht.

Eine Ansicht sollte ohne Ansicht der betroffenen Personen entstehen. Was man denkt glaubt weiß (!), bedarf keiner Prüfung, aber einer lauten Äußerung.

Meinen heißt nicht von ungefähr auch urteilen, ein Urteil über jemanden fällen. Die Einstellung zu einem Sachverhalt (Ist es erlaubt, Menschen zu retten? Sind Gutmenschen schlecht?) hat kein Gemeinplatz, jedoch im Sinne der Kontroverse gemein zu sein. Eine laut artikulierte Meinung findet Gehör, wenn man dazu noch meint, dass man seine Meinung nicht sagen dürfe. Widersprüche sind kein Problem, solange nicht widersprochen wird.

„Was heißt hier Gegenargument? I brauch‘ ja gar kein Gegenargument, i bin ja selber dagegen.“ (Gerhard Polt)

Dreißig Jahre Neoliberalismus und die Meinung, die waltende Realität sei alternativlos, haben eine riesige Nachfrage nach Gegenmeinungen erzeugt. Da dürfen der Stillung des Nachholbedarfs keine mentalen Sicherungen entgegenstehen; Anti-Sein, aber nicht gegen Anti-Sein sein. Leitlinie: mit seinem Dafürhalten dagegen halten!

Wahre Toleranz zeigt sich im Ertragen der Intoleranten. So konnte bekanntlich das Dritte Reich verhindert werden.

Die gemeine Meinung also hat Gemeinheit, aber nicht die Allgemeinheit zum Ziel. Das gemeine Volk kann nicht wissen, dass der Geist, den es aus der Flasche lässt, danach sein Unwesen treiben wird. Seitens der Politik muss ein Werben für die Zivilisation zugunsten des Verständnisses fürs Unverständnis unterbleiben.
Schlussendlich darf alles gemeint werden, außer „es ist nicht so gemeint“!

Mediales nur medium garen

Nur durch ein Medium erlebt der Nachrichtennehmer die Welt jenseits des eigenen Wahrnehmungshorizonts. Doch was er erfahren möchte, unterliegt der freiwilligen Selbstbeschränkung auf seine Wohlfühlzone, weshalb er ein auf das eigene Meinungsspektrum spezialisiertes Medium wählt. Das damit gewonnene Löschwasser befriedet zwar die feuernden Neuronen, ruft aber andererseits keinen Widerspruch hervor; und ganz ohne Reibung in der Debatte springt kein Funke über.

Ein Medium vermittelt zwischen Sender und Empfänger, beispielsweise der Social-Media-Handlanger zwischen Geber und Nehmerin einer Hassbotschaft.

Ein veritabler Mediengockel hingegen legt seine Meinungsköder so aus, dass sie auch Menschen vom anderen Anschauungsufer anziehen. Er füttert sein Medium mit der Saat des Widerspruchs, den er als Kommentar-Nehmer im Gegenzug als Hass ernten darf. Das Gegrunze nährt sein Überlegenheitsgefühl, während der Newskunde bestehende Argumente bestärkt und damit sein Gehirn in Schuss hält.

Meinungsstabilisierung durch Medien-Match oder Hassbewahrung durch Mismatch?

Die Antwort liefert die maßvolle Zubereitung eines Steaks: medium! Die Wirklichkeit ist hart und unverdaulich wie gefrorenes Rindfleisch. Dagegen verlässt die sorgsam reflektierte und ausgegorene Meldung die Grenzen des etablierten Diskursniveaus und ruft qua Seriosität nur Verständnisschwierigkeiten resp. Intellekt hervor.

Die Medienlandschaft ist manchmal Wüste, mitunter aber auch Sumpf und wieder andermal Einöde.

Den Pfad des Mediokren, den goldenen Weg der Mitte, zu beschreiten, heißt eine Nachricht mit ihren Hintergründen gerade so weit zu durchdringen und in sachdienliche Hintergründe einzubetten, dass jeder Wirklichkeitskonsument sie flexibel als Fakt oder als Meinung, als Bestätigung oder Grollvorlage lesen kann. Ein sprachliches Handicap seitens der Journalistin hilft hierbei. In einem Satz: Wenn die Medien ihre Arbeit medium machen, gibt es das beste Beef.

Das Mimikry des Mimimi

Die grassierenden Unverträglichkeiten von Histaminen, Hautcremes und Fußball-Niederlagen haben auch ihre Schokoladenseite: mehr Toleranz gegenüber Überempfindlichkeit! Die allgemeine Verletzlichkeit, sie wird nicht angetastet, doch feinfühliges Nachdenken fördert das Gespür, dass die Welt noch nicht hinreichend für die Vorzüge der Komfortzonen sensibilisiert ist. Die Einhaltung ihrer Grenzen schützt vor der Konfrontation mit dem Lebensrisiko. Besser als an den Wunden des Lebens leckt man an dem Zucker, den man sich selber aufs Brot schmiert.

Bei dünner Haut hilft Einpacken in Watte, besser noch in Zuckerwatte.

Das Seelchen von heute nimmt Kritik nur an, wenn sie weich in Lob gehüllt ist. Ein psychologisches Gesetz garantiert diesen Anspruch. Hartes Lob und zarte Kritik! Die falsche Bestärkung relativiert den Tadel herunter, wodurch der Änderungsbedarf im beanstandeten Handeln minimal ausfällt.

Über- oder Unterempfindlichkeit, hauptsache man stößt sich an Begrifflichkeiten!

Wir Menschen wären von Natur aus anpassungsfähig und antifragil, doch die Tarnung als Mimose auf zwei Beinen zum Selbstschutz vor dem Leben ist ein nützliches Mimikry. Der Sensibilismus schützt uns davor, stärker zu werden. Hä? Ja, nämlich vor dem Ausbilden einer Stärke, die uns in der Forderung „Stärke zu zeigen“ zum Bumerang gereichte. So kämen wir noch in die Verlegenheit, Konflikte auszutragen statt sie gepflegt zu vermeiden  — man denke nur an die Rettung des Planeten.

Tassenpflicht in deutschen Schränken!

„Hast du sie noch alle?“ Diese Frage ist oft berechtigt, lässt aber offen, ob die Tassen im Schrank oder die Latten am Zaun gemeint sind. Alternativ kann auch ein Sprung in der Schüssel vorliegen und selbst bei vollem Lattenbestand ein Lattenschuss, den der deutschende Hausbesitzer nicht gehört hat. Schallschutz bewahrt diesen vor Stimmen der Vernunft, und so hat so einer einen Schuss, gar viele Schüsse, um die innerste deutsche Grenze, seinen Gartenzaun, vor dem schutzsuchenden Zaungast zu schützen. Die Zivilisation bleibt außen vor.

Wer sich in die rechte Ecke stellt, braucht da nicht hingestellt zu werden.

Sowieso ist Haben und Nichthaben — Haus, Waffen, ein Herz aus Stein  —  ein wichtiges Thema im deutschen (An)wesen. Dialektik dazu: Hass haben, aber keine Grenzen bei dessen Auslebung. Weghauen ist Ausdruck von Hau weg haben.

Die einen Teutonen haben eine Meise, die anderen jedoch ihre fünf Sinne nicht beisammen. Bei noch anderen ist der Dachschaden gleichgerichtet: Ein Knacks weg geht mit ein Rad ab einher. Und eine Schleife zu viel Wortspiel verheddert die ganze Sprachakrobatik!

Wer sein deutsches Haus überbestellt und das zusammen gezimmerte Unwissen anderen einhämmert, hat selbst, natürlich, einen Hammer, und in der Folge ein demoliertes Oberstübchen. Generelle Gebrauchsanweisung: Die eigenen Schrauben locker, aber damit den Diskurspartner Streitgegner auf Unwissenheit in Dübelfragen festnageln!

Des einen nicht bei Trost sein ist der ander’n Trostbedarf. Der Tritt auf das Opfer Resultat des Schlags, den der Täter hat — und diesen zum selbstgefühlten Opfer macht. Als Opfer des Schusses in die eigene Socke.

Integrieren und rausintegrieren

Integration ist hart. Schon in der Schule war es schwer, Integrale zu lösen. Doch Integrieren gelingt immer, geht man schrittweise, in kleinen Integrationsbereichen vor. Dazu verwendet man aber nicht die nationale Methode der Kariertheit, sondern das international anerkannte numerische Streifenverfahren. Archimedes, ein Mann aus dem kaputten Griechenland, war der erste Integrierer. Seine Methode operiert nicht lokal, sondern flächendeckend. Sie ergibt eine Fläche, z.B. die selbst im dichtbesiedelten Deutschland freie Fläche für Migranten.

Integration liefert immer ein positives Ergebnis (∫f(x)dx > 0) — für alle positiven Funktionen, die das Integrieren haben sollte, alle positiven Integrationsbereiche (_a∫_b mit b > a und a, b > 0) und alle positiven Werte x.

Integrationstest für Deutsche:
1. Sind Sie rechthaberisch, z.B. beim Integral-Lösen?
2. Brechen Sie zu unerkennbaren Anlässen Streit vom Zaun?
3. Umzäunen Sie Ihren Stacheldraht?
4. Stacheln Sie andere dazu an?

Doch manchmal muss man zunächst über eine zweite Dimension integrieren, die negative Werte aufweist, z.B. die der hater h. In so einem Fall lautet die Integrationsformel ∫∫f(x,h) dx dh. h wird hier komplett „rausintegriert“  oder, wie man auch sagt, marginalisiert! So hat das Resultat, ∫f(x) dx, nichts mehr mit h zu tun; und man kann sich in Ruhe dem übrigen, Positiven, bei der Integration widmen.

Schnellgerichte: Fastfood der Strafjustiz

Aus dem Vakuum des Magens stößt es auf, Speichel tropft aus den Lefzen; klappernde Zähne, spitz darauf, sich in Gemüse Fleisch zu graben, es in  Stücke zu reißen. Ja, Heißhunger ist ein Affekt und ein Schnellgericht dafür da, ihn zu befriedigen. Frisches Essen wie frisch Beschuldigte gehören subito verschlungen. Nur so gibt der Magen Ruhe, kann sich Rechtsfrieden einstellen, geben die Rechten Frieden. Wenn vom Schnellgericht der Mordshunger gestillt, die Exekution vollstreckt ist, braucht es keine Selbstbedienungs-Theken mehr, und die Aggrobürger verzichten auf Selbstjustiz (am dann Hingerichteten).

Liquidation ist kein Grund zu Pessimismus: „De Woch fangt scho guat o!“ (Räuber Kneißl am Morgen seiner Hinrichtung)

Wer sich per Liquidität einen gewieften Anwalt leisten kann, ist imstande, die Liquidation noch abzuwenden (USA).

Doch, mag die der Zivilisation verpflichtete Bürgerin einwerfen, wo bleiben da die Ratio und der Rechtsstaat mit seiner Unschuldsvermutung und den langen Garzeiten für Gerichte, um richtig zu urteilen? Wann ergreift die Slowfood-Bewegung auch Besitz von Rechtsaußen? Ist das Kochen eines lebendigen Hummers reversibel, wenn sich dieser als unschuldig erweist?

#Mussmannichtwissen
Kausalität ist nicht gleichzusetzen mit Schuld. Wenn ein Heimatvölkling einen Heustadel abbrennt, verurteilt das Gericht nicht das Gewöhnliche, den Gewohnheitstäter der Sonne, die das Gras zu Heu vertrocknet hat; sondern den Völkling dafür, dass er im Stadel Fackellauf trainierte.

Eher nein! Und für die Hassgefühle besorgter Bürger gilt: Schon beim Brodeln siedet das Falsche auf, Weichkochen funktioniert nicht, und der Herd bleibt besser ganz kalt, damit der Herdentrieb die fressaffine Meute nicht anfeuert.

Mit Euphemismen übertreiben

Zahnbelag heißt heute nicht mehr so, und nicht mal das frankophil aufpolierte Plaque gilt noch, sondern: Biofilm. Biofilm definiert sich seinerseits als „Lebensgemeinschaften von Bakterien, Pilzen oder Algen“. Ein keimiger Küchenschwamm firmiert dann als Biodiversitäts-Pumpe und Krebs als besonderes Gewebe. Wer eines allzumenschlichen Toilettenbesuchs bedarf, macht jetzt eine Biopause; statt von Krankheit spricht man bald von Gesundheitsauszeit, eine Arschgeige ist eine Beckenvioline.

Lobbyarbeit: Korruption nach Recht und Gesetz, für die man legal bezahlt  wird.

Der Planet erfährt bloß eine Umbruchphase, und ein Vergewaltigungsopfer solle, als müsse es sein Martyrium noch immer ertragen und als sei dies positiv, lieber Erlebende heißen. Dummheit praktizieren nennt man den Kopf frei von Gedanken kriegen; und Hass auf alle und alles, was man nicht kennt, beschönigt sich zu Skepsis, Beispiel: Zivilisations-Skepsis. Schließlich ist böse anders gut und der Tod der Aufbruch in ein neues Dasein (als verstreuter Atomhaufen).

Inverser Euphemismus sächsischer Mundart: schlafen gehen = ins Bett machen.

Die Verniedlichung von allem Negativen Alternativ-Positiven, sie streichelt die Mimose im Menschen, das erwachsene, auf den Mutterschoß zurück gefallene Baby.

Diese sarkastische Auseinandersetzung mit dem übertriebenen Gebrauch von Euphemismen ist gleichermaßen überzeichnet wie unterzeichnet. Unterzeichnet mit dem abrundenden Hinweis auf die Maßlosigkeit des Superlativismus.

Intellekt ist suspekt

Mag man die schlau Daherredenden nicht, weil sie schlau sind, oder weil es dumm ist, schlau daher zu reden? Nichts von beidem! Denn wer bei der Frage das Unbehagen des Möbelrückens im Oberstübchen spürt, denkt sich das Notwendige von selbst: hä?!
Fraglos besser als Fragen sind vorgefertigte Antworten: Hochmut kommt vor dem Fall! Und ein Fall über die eigenen Füße bzw. das Gestrüpp überlanger Neuronen erzeugt höchstens die Aufmerksamkeit von Spott.

Innovation, die es nicht braucht: Neuronen-Extensions

Kognitive Ökonomie Hirnkastl-Chillen spart Energie und verhütet die Folgen, die das Sinnieren nach sich zieht: Bedenken, notwendige Änderung im Handeln, neue Bedenken usw.. Beispiel: Der Blumenkohl unter der Schädeldecke teilt einem mit, dass man besser Brokkoli statt Fleisch äße. Geistesblitze heißen nicht umsonst so, denn sie gefährden alles andere im Kopf.

Doch durch das Bewusstsein um die Gefahren haben sich längst Erfolge eingestellt: Dauerurlaub fürs Gehirn in Medien,  Arbeit und Politik. Ja, die Gesellschaft wird allgemein kaum noch von Intellektuellen geplagt, wie die Intellektuellen-Charts zeigen.

„Biste was Besseres!?“ (Korrekte Anrede einer Buchleserin, nicht nur auf dem Teutonengrill)

Ungezählte Schreiberkollegen verzichten bereits auf Verstandestätigkeit. Zurecht, denn wer will die Leserschaft bemüßigen, die im Fitness-Studio mühsam den Kopf frei von Gedanken kriegt?

Wie einst die Schlange die Sünde in die Welt brachte, bringt uns heute der Intellektuelle nicht nur kraftraubendes Hirnjogging (ohne Muskelgewinn), sondern die Zukunftsaussicht des Untergangs. Brauchen wir die? Macht es unseren Konsum, unseren Malediven-Urlaub angenehmer, wenn wir wissen, dass wir das Ende einer Hochkultur erleben?

Der Text schließt mit einer dicken Entschuldigung für die Restgedanken, die er trotz  mentaler Passivität enthalten mag! Gelingt die einem nicht, dann lieber noch siebengescheit als neunmalklug.

Trockenheit macht nassforsch

Trockenheit verursacht nassforsche Diskussionen über ihre Ursachen. Ist es Poschardts Porsche, das allgemeine Verheizen der Natur, der trockene Witz darüber oder Wassermangel? Dilemma: Die Hitzigkeit des Diskurses erfordert eine kalte Dusche, was noch mehr H2O verbraucht und die Dürre weiter befeuert. So reicht das Wasser nicht mehr für die Verwässerung der offensichtlich gebotenen Wende. Fatalerweise ist damit die Ökodiktatur nicht mehr zu verhindern, und es drohen spartanische Verhältnisse (Golfplätze ohne Wasserhindernisse).

Stimmt das? Steht der Mensch mit beiden Beinen im Sumpf, ist Wasser überflüssig.

Befolgt man die allerorten mit heißer Nadel gestrickten Tipps gegen die Hitze, ist der Sommer in trockenen Tüchern. Ha ha, schade, doch es gilt auch: Aus der Hilflosigkeit geborene Maßnahmen verhindern den Hitzschlag, wenn man sich zwischen dicken, kühlen Mauern aufhält.

Durststrecke
statt
Zitat

Immerhin, ein Text, der lange dahin geplätschert, versiegt irgendwann. Erreicht ist das bestmögliche Debattenniveau, sobald der Mund ausgetrocknet und das Palaver verstummt ist. Schwüle Dieselluft, Feinstaubhäufchen, hatschi.

Ich esse, also bin ich

„Man ist, was man isst.“ Schon der unselige Franz Josef Strauß bekam diese tausendfach durchgekaute Klokalender-Weisheit für seinen dem Schweinefleischkonsum angelehnten Look um die Ohren gehauen (von einem Moslem). Heute sind wir Menschen so weit, dass wir durch unsere Ernährungsweise Äußeres wie Inneres steuern können.

So stiftet Essen Superfood tolle Placebo-Effekte und Verachtung für alle, die andere Kalorien zwischen die Kauleisten schieben. Bereits vegane und mit überteuertem Biofood angefütterte Dreikäsehochs Steppkes wissen ihre prekären, Fleisch essenden Kindkollegen zu verachten. Der despektierliche Blick eines dreijährigen Aroniabeer-Apologeten auf den gummibärkauenden Mitknirps besagt „ich fresse dich!“. Essen ist als Distinktionsmerkmal so wirksam wie Baklawa gegen Unterzucker.

Ayurvedische Ernährung: ausgewogene Harmonie der Geschmacksrichtungen Zucker, Fett, Salz, Alkohol, Glutamat und Kohlehydrate.

Essen, liebe Essende (Mahlzeit!), spendet neben all dem, was es an Stoffen enthält, ganz, ganz viel Sinn. Fette, Eiweiße, Weizen u.u.u. – in welcher Form was gut oder schlecht ist, bietet mehr Interpretationsspielraum als Alfons Schuhbecks angebliche Kocherei. Die Liebe zum Streit übers Essen, sie eint uns und hält die Gesellschaft zusammen.

Kochideen:

Wer sich dennoch, liebe Vegetarier, Veganer und Alimentarier unter Ihresgleichen nicht individuell genug fühlt, die schmiere den anderen in der food group die Unverträglichkeiten aufs Brot. Hier ist, anders als auf dem Teller*, mehr stets mehr!

Nachhause-mitnehm-Botschaft für die Tupperschüssel: Essen ist die bessere Religion, weil es das Heilsversprechen schon für das Hier und Jetzt gibt.

 

* Mehr ist mehr oder weniger nicht so gut.

 

Disclaimer: Diese Text war bereits auf Kummerkomik erschienen und wurde nun (auf kleiner Flamme) aufgewärmt.