Klimaschutz muss ja Spaß machen; und ein Klima, das keinen Spaß versteht, braucht nun wirklich kein Mensch. Das Klima muss bei seiner Rettung kooperieren, und es tut es: Besonders, wo die Sonne sehr warm scheint, genießen Menschen die Zwei- und Mehrsamkeit und lassen andere daran teilhaben, indem sie ihr Treiben filmen. Die Beischlaffilm-Nehmer setzen den Sahmen für Bäume; und aus Bäumen erwächst die Fantasie einer Welt, in der man auch morgen noch leben kann.

Nun ist einem nicht ständig nach Pornos, und zwecks Waldwachstums den Rechner alleine Sexfilme gucken zu lassen, bereitet kein Vergnügen. Wie gut aber, dass die kränkliche Natur das Bedürfnis regelmäßigen Essens geschaffen hat, und der Appetit auf Leckernis auch nach dem millionsten Rezept nicht gestillt ist. Ja, die Lustbarkeit auf Verschlingbares ist dauergeil, und die Betroffenen nennen sie Pornfood. Ekel und Hass erwecken nur nicht lackierte Gerichte.

Wäre Foodporn wörtlich gemeint, würde Essenden der Appetit vergehen.

Speisefotos lassen sich noch beschauen, wenn der Magen sich weiterem Essen verschließt und keine Pfauenfeder mehr hilft. Foodporn-Bilder kühlen nicht aus, ihr Konsum ist dauerhot, und die Weltrettung reüssiert durch Wirtschaftsleistung. Wer also pflanzt Bäume als Gegenleistung fürs Essengucken? Ich gehe gerne mit gutem Beispiel voran und säe einen klimaneutralen Baum, wenn tausend Menschen hier ein Foto eines Baumkuchens posten.

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