Kommunist Kühnert möchte den Reichen die Enteignung wegnehmen; auf einmal soll nicht mehr von unten nach oben, sondern von oben nach unten enteignet werden. Als ob man die Einkommenspyramide einfach auf die Spitze stellen könnte; als ob eine Gesellschaft, die dann nur auf zehn Multimilliardären fußte, eine tragfähige Statik aufwiese. Wo die Leistungsträger eh schon alle Lasten tragen, nicht nur das Bruttosozialprodukt alleine herstellen, sondern auch den aus dem erarbeiteten Besitz resultierenden Stress („Eigentum verpflichtet!“) erdulden müssen!

Viel lieber begrüßt man, dass durch den versuchten Staatsstreich Kühnerts das Kommunismusgespenst wiederbelebt wurde; dass endlich ein Gegenpol zur linksextremen journalistischen Einheitsfront der deutschen Medienlandschaft entsteht, welche sich erdreistet, auf Werbeanzeigen der Großkonzerne und konsumnahe Redaktionsthemen zu verzichten.

Als Gespenst bezeichnet der Volksglaube ein meist im Bettlaken-Style gekleidetes Geistwesen, das nachts in Castles mit windigen Moves lauchigen Spirit verbreitet und anschließend einfach ghostet.

Statt Nazihorden in SA-Gewand fürchtet der Deutsche das seiner Natur nach flüchtige und seit dreißig Jahren nicht mehr gesichtete Gespenst des Kommunismus. Heute jagen die damals mühsam unter die Wählscheibe gefummelten Abhörwanzen mehr Angst ein als die totale Überwachung durch die neue Stasi.

Soweit alles bestens! Aber wenn man das nun reanimierte Gespenst motivieren möchte, eine gute Performance hinzulegen, darf man es doch nicht kaputt kuscheln wie der Stern den Habeck! Ein Gespenst muss artgerecht behandelt, muss wüst beschimpft, muss mit Zeter und Mordio bedacht, aber darf doch nicht nicht gestreichelt werden! Wie soll es schlechte Vibrationen verbreiten, wenn ihm durch Verständnisbezeugungen sein Schrecken geraubt, es gar zum guten Geist gewandelt wird? Die Folgen davon — eine  wahrlich gespenstische Vorstellung!

2 Gedanken zu “Das Kommunismusgespenst artgerecht behandeln!

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