Es mangelt nicht an Friedenswillen: Porschefahrerinnen fassen das Steuer mit Samthandschuhen an; Radler nehmen jedwede Abkürzung, um die Risikozeit eines Unfalls zu verringern; und Fußgänger schieben schützende Gelände-Kinderwägen vor sich her. Konfliktpotenziale werden auf Stickern offen angesprochen: Ich mag keine Kinderschänder,  „s gladscht glei!,“ „ich besame hier die Hood“ (o.s.ä.).

Kommt es dennoch zu einer Kollision, zeigen sich die Unfallpartner gesprächsbereit und tauschen ihre Emotionen gut hörbar aus. Sogar bei Fastunfällen warten Unbeteiligte mit einer Gratis-Schuldanalyse auf.

Autofahrer tippen sich auf die Stirn, um den Verkehrpartner vor Kopfverletzungen zu warnen. Fußgänger geben stehenden PKW eine Ansprunghilfe per Fußtritt.

Begrüßenswert auch die Friedensinitiative der Industrie, Radfahrer und Fußgänger per Motor und Elektro-Skootern hochzurüsten und damit die Chancen anzugleichen. Zudem hebt so ein E-Brett den Pedisten auf SUV-Niveau, wodurch man sich beim Aufprall auf Augenniveau begegnet.

Es gäbe noch viel zu erwähnen: eigeninitiatives Bike-Sharing bei überwindbaren Fahrradschlössern; Männer, die ihr Fahrwissen selbstlos Frauen zur Verfügung stellenSUVs, die Gefährder von der Straße rammen, u.u.u.

Sollten auf der Straße doch mal ungute Vibrationen entstehen, gilt: Wir brauchen ein ausgewogenes Gegeneinander sämtlicher Verkehrsteilnehmer. Erst wenn Autofahrer, Radler, Fußgänger und Tretrollerinnen gleichermaßen sauer aufeinander sind, kann Frieden auf unseren Straßen einkehren.

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