Daten muss man nehmen, wie sie kommen: Daten von Dates, Klimaxdaten, Darmflora-Daten, Daten über Unverträglichkeit von Datenklau. Die Daten, die der homo digitalis sekündlich qua Existenz abliefert, ermöglichen eine permanente Evaluation seiner: Welcher Anteil von ihm Mensch (011101000…) ist eine Null?
Die calvinistische Vision einer Gesellschaft, in der jede alles über jeden weiß, sie ist heute praktisch Realität. New transparency: der gläsernen Bürgerin die Spuren vom Verlassen des Tugendpfades ansehen. Dies‘ Wissen stellt jedem die Aufgabe, solch‘ schwarzes Schaf zu weißeln.

Datenschutz hingegen überlässt man lieber den Profis. Schon für geringes Schutzgeld bieten Megaklitschen wie Amazon Schutz selbst von intimsten Daten an, Schutz vor der Privatheit seiner Informationen. Merke: Datenexternalisierung ist Selbstschutz: Wer möchte bitte über sich selbst wissen, auf welchen Drecksseiten sie gesurft hat und wie sie beim Sex aussieht?

00, die digitale Toilette

Vor ein paar Jahren wurde vorgeschlagen, unsere letzten Daten freiwillig beim Staate abzuliefern. Doch was heute realisiert scheint, „die komplette Offenlegung unserer Persönlichkeit und unseres Privatlebens“, vermag den Datenhunger nicht zu stillen. Wie können wir Bürger da helfen? Indem wir brontobyteweise neue Daten herstellen, z.B.:

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