Die Anschafffung eines Kindes will wohlüberlegt sein, tangiert sie doch auch alle Zeugen der Aufzucht, denen die elterliche Methodenwahl ein moralisches Dilemma bescheren könnte.

Eingriff oder nicht? Benehmen im Benehmen mit den Eltern erzwingen?

Besteht die moralische Pflicht, das Jugendamt zu informieren, wenn das Nachbarskinde trotz täglichen Meisterunterrichts am Klavier Bruckners achte Sinfonie nicht in einem Zuge durch zu spielen vermag? Ist es andersherum vertretbar, in das Elternrecht einzugreifen, obwohl Kindersexarbeit nun mal der kulturellen Grammatik einer Sekte Weltanschauungs-Gemeinschaft entspricht?

Mag man sich zum Richter aufspielen im Spannungsfeld zwischen dem kindlichen Recht auf Optimierung und dem Elterninteresse, es in Person des Sprößlings im Leben nochmal besser zu machen? Anders gefragt: Lohnt sich einer eingeschmissenen Scheibe wegen ein Zerwürfnis?

Unverbindlicher Lösungsvorschlag: Nein, falls die Wurfhaltung nicht korrekt war. Ja, so der Sprößling ein zweites Mal trifft.

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